in eigener sache

warum gerade eben jetzt?

warum nicht?

fast drei jahre lang hat mich dieser blog begleitet, ich habe viel gelernt, vieles erfahren – diese plattform war eine nette spielerei zum analogen schreiben und eine gewissenhafte ablenkung, ich habe das sehr genossen.

es heißt oft, dass man gehen soll, wenn es am schönsten ist. die literarische kunstfigur kapinski hat ausgedient – sie geht in den verdienten ruhestand, nach acht jahren.

frühe zeugnisse auf jetzt.de (2002 – 2005), zu einer zeit, als tagebuchschreiber noch von der redaktion freigeschalten werden mussten, sind nicht mehr vorhanden, ich hätte sie sonst der vollständigkeit halber hier noch eingestellt.

spätere mögliche erzeugnisse dieser figur werden ggf. in anderer form erscheinen. links zu freunden oder family, ebenso die blogroll werden immer gern aktualisiert (ich bitte an dieser stelle um mails, sollte ich es vergessen. betreffende wissen ohnehin, wie sie mich erreichen können) ebenso gewisse listen, die der vollständigkeit halber ab und an up-to-date gebracht werden.

ich werde nicht mehr unter dem namen kapinski auftreten, ich werde bis auf wenige ausnahmen nicht mehr unter dem namen kapinski schreiben.

dass ich weiter schreiben werde, weiter publizieren und auf lesungen ein paar worte in den raum werfen werde, steht außer frage; es ist noch viel zu früh, eine treppe im tucholskyschen sinn zu verfassen – zu viele worte sind noch ungeschrieben, ungesagt, ungelesen, ungehört.

an dieser stelle einen herzlichen dank an meine leser, manche davon habe ich persönlich kennengelernt, andere werde ich vielleicht nie kennenlernen.

ein autor kann nie entscheiden, wem er seine worte gibt, selbst wenn er vielleicht zeitweise anderer meinung ist.

die nächsten zwei, drei wochen werde ich damit verbringen, auf andere literarische blogs in form eines artikel updates hinzuweisen. immerhin gibt es genug unkraut und gutes kraut im digitalen garten eden der literatur, das es wert ist, gelesen zu werden.

in diesem sinne

bon voyage, münchen, den 28.7.2010.

nachtrag (denn ich schreibe nachträge für mein leben gern), damit möchte ich schließen.
aus dem zyklus “to sp(ea)k”

Makulatur (in gedanken an ingeborg bachmann – eine art verlust)

Es ist wieder passiert, egal welcher monat, auch

datum/tagesstunde/nachtstunde/minute/sekunde, sucht nur der zeitpunkt aus; richtig wird er nie getroffen werden, es wandern fort: worte, fotos, briefe, gedächtnisfilmrollen, schmerz und gegenschmerz. Und zeiten, die eben vergangen sind, alles gemeinsam verbrauchte, nur manchmal,

erzählt der wind davon. Von liebe darf nicht mehr gesprochen werden. stattdessen, gegenmaßnahme: ego-häutung. aber später, aufgehobenes, nicht weggeworfen: portionsweise danach greifen,
sich wieder erinnern – menschenbestimmung, längst nicht die einzige. verlorenes bleibt niemals ungefunden.

UPDATES – LESENSWERT

Nadaville (drei Münchner Autorinnen)

4 Antworten zu “in eigener sache

  1. Pingback: Marcel Durchholz

  2. Ich kenne bis heute niemanden, der mit dem bloggen aufgehört hat. Am Ende war es immer nur eine Pause. Aber vielleicht bist du ja der Erste.
    Wir sehen uns dann offline.

  3. Hallo, habe gerade Eure tollen Blog entdeckt. Jetzt geht ja dann auch wieder die Wandersaison los und das Karwendel liegt zum Wandern von München aus vor der Türe. Kannst Du auf die Seite http://www.karwendel-urlaub.de von Eurem Blogroll weglinken? Würde natürlich auch auf Euch linken.
    LG, Matthias

  4. Pingback: Zum Thema Autofiction | Kapinski nimmt einen Drink an der Bar

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