die hitze der tage und nächte ist kaum zu ertragen, man wünscht sich mehr als nur einen kühlen luftzug. man schreibe ich und meine viele, du, ich und noch ein paar andere, was wir ergibt.
nachts blieb ich den geräten fern und hielt mich an büchern fest, um mich abzukühlen, nur, es gelang mir nicht. dass man an solchen heißen tagen viel trinke solle, um dem möglichen tod zu entgehen, habe ich nie beherzigt, ich zog es vor, mich zu dehydrieren, um meine deliriumserfahrungen fortzuspinnen – wie auch das gespräch mit dem arzt gewesen war, der sorgsam die paar flecken rotwein vom tisch wischte, ehe wir uns wieder dem alkohol und unserem eigentlichen thema, benzedrin und seinen verwandten, widmeten. Viel zu sprechen war da gewesen, nach langer zeit des wiedersehens in dieser nacht, die kleine kneipe, ehe uns die lust durch die stadt umtrieb, bis hin an diesen kleinen, weißen rundtisch, der mit schandhaften rotweinflecken verziert wurde – umgehend weggewischt, die augen blieben ungestört, unsere worte aber waren angefixt, am ende waren alle themen durch, von a wie schwanz bis z wie gott.
Der Hofgarten lag still, ich nahm mir ein taxi vor charles´ bar, wollte die leeren straßen nicht ertragen und meinen müden körper zu hause wissen.
Und als ich mit geschwollener zunge einschlief, vor dem ewig leise surrenden rotorblatt meines ventilators, da träumte ich schlecht.
die hitze der tage und nächte lähmt mir die finger, die zunge, den intellekt und selbst das schreiben fließt nur zäh und langsam aus mir heraus, lavapoesie und dickflüssige prosa, nicht leicht, wie ich es gerne mag. ich möchte fort von hier, fort aus der celsiusgeschwängerten stadt, fort in ein schattiges land mit kühlen menschen, um dann über die zukunft dieses blogs nachzudenken.


