Monatsarchiv: März 2009

A8, U4, U3, S48

A8 und davor:
Im Auto sieben Leute, drei Sprachen. Niemand kommt auf die Idee, ein Fenster zu öffnen; Weiterlesen

thx for that one

das ist dann die krone der entspannung an einem montagabend.

Münchens heimliche Literaten

Darauf ein Bier im Wiener Votiv-Cafe.

Zum SZ-Artikel und weiteren Infos zu Münchens heimlicher Literaturszene geht es hier

, dass morgen,

morgen also denke ich.
schleiche durch das regennasse wien (wie ein geprügelter hank moody), höre pearl jam, elton john und andere helden meiner verkommenen jugend. wie weit hat es gereicht? Weiterlesen

Kapinski macht Urlaub und stellt deswegen alle Online-, und Offline Projekte vorübergehend ein.
Bis die Tage:
Wegfragen

….tu felix austria…

nachdenkend, wie, wann, daran, es gekommen war, dass österreich plötzlich wurde. // und nicht berlin oder sonst eine andere stadt // bisschen berlin-bashing schadet ja nicht // man hat freunde dafür //

Vom Züchten einer Psychose?

da war ich seit neununddreißig Stunden wach. Mit Kaffee, kaltem, warmen und einer Droge wie dieser hier:

Was mich dazu getrieben hat?
Weder eine literarische Recherche, wie man sich eine Psychose durch Schlaflosigkeit heranzüchtet, noch ein lasterhafter Exzess.
Die schnöde Arbeitswut. Man kriegt ja nicht alle Tage eine Einladung zum Auswahlverfahren des Wiener Standard. Es steht nicht alle Tage die Einsendung fürs Münchner Literaturstipendium an. Man hält nicht alle Tage eine überfällige Deadline ein. Nein, sicher nicht. Und sollte auch nur der kleinste Erfolg eintreffen, dann hat es sich gelohnt. Wenn nicht, hamma wieda was gelernt, wie ein in Vergessenheit geratener MTV-Moderator mit einem sehr literarischem Namen immer zu sagen pflegte, damals, ehe der Fernseher rausflog. Ah ja und eh ich das vergesse, sollte der kleinste Erfolg eintreffen, dann gibts ne Runde im ECXESS. Dann aber lasterhaft, Nachtlang und wer sich da die Psychose holt, ist selber schuld.

#tp, Nachlese zwei

#tp
…Kein Brandungstosen, hier auf dem offenen Meer; man fühlt sich nicht wie hineingefallen und hin und her geworfen, ehe man untergeht. Es ist kein Brandungstosen, mehr ein beständiges Rauschen. Es ist so leise, dass man fast glauben könnte, es wäre still. „Ruh dich aus. Ich schwimme für uns beide“ Sie sieht mich an, in ihren Augen liegen Liebe und Angst. „Es wird bald dunkel“, sagt sie. Die Sonne geht langsam unter. Ob man schon nach uns sucht? “Victor, warum hast du nicht geantwortet, ich liebe dich auch?”, fragt Ella. Gern würde ich eine Ausflucht finden. Wenn man weit und breit der einzige andere Mensch ist, ist es leicht, zu sagen, „ich liebe dich.“ Wir haben natürlich gestritten. Mit anderen Umständen wäre es vielleicht ein typischer Streit unter Paaren gewesen. Aber wenn man an einer Planke festgeklammert über die Ostsee treibt… Ella warf mir einen bösen Blick zu. “Nicht dein Ernst oder?”
“Wer von uns beiden hatte denn die super Idee segeln zu gehen? Wer von uns beiden leidet denn an einem übergroßen Selbstbewusstsein?”
“Ich etwa?” In ihrem Blick lag etwas ähnliches Tiefes wie das Meer, auf dem wir trieben. Dass es so kommen hatte müssen, dachte ich. Für einen Moment überlegte ich, mich von der Planke abzustoßen. Was hatte der Bootsverleiher gesagt? Fahren Sie nicht zu weit raus. Aber Ella hatte nur gelacht und meinen fragenden Blick ignoriert. “Komm schon, das Wetter ist doch super!” Wir legten von der Mole ab. Ella mit ihrer Hand am Steuerruder, das hatte richtig gut ausgesehen. Sie steurerte direkt aufs offene Meer zu. Weiße Schaumkronen auf den Wellen, das Land schwand schnell. Seeluft blies uns um die Nase. “Leg dich vorn an den Bug” schlug Ella vor.

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Zum ersten Teil der Nachlese geht es hier.

Landmärchen

Gschichtn, wie man sie sich auf dem Land erzählt.

Dass da ein Mädchen gewesen war, irgendwann zwischen vierzehn und fünfzehn in einer Jugend, die noch ohne Onlinespiele, höchstens mit Kabelfernsehen auskam. Das war neu und nicht alle Häuser der Straße wurden damit ausgestattet. Wer grün wählte, oder stockkonservativ war, dessen Haus blieb eben unverkabelt. In einer Straße namens Vogelhainweg waren das immerhin vier Häuser, die 1993 ohne Kabel verblieben. Karin aus dem Nachbarhaus hatte eins und Gabi von gegenüber auch. Mtv, Viva und die große weite Welt lag plötzlich zum Greifen vor der eigenen Haustür. Logisch dass man sich öfter traf, um zu den Videos von Roxette, Meat Loaf, Ugly Kid Joe, Bon Jovi, Toni Braxton und dem ganzen Popkosmos drüber nachzudenken, wie man sein Leben auf dem Land nun leben wollte. Kam der Frühling, trieb es uns nach draußen, mit dreizehn kamen wir das erste Mal in den Genuss von Zigaretten, die aus der Tabakdose von Großvater geklaut waren. Die war aus billigem Blech und irgendwie erinnerte sie an die Zeit von der man immer sagte, damals ging es allen richtig schlecht und alles war kaputt und dass es jetzt alles gut wäre. Der Großvater starb 1994, die Tabakdose verschwand auf dem Speicher und als draußen im Wald die Schneeglöckchen blühten und man sich immer öfter mit Gabi und Karin traf, weil Mädchen immer interessanter wurden, passierte es, dass man sich vom Boden erhob; Wo man eben noch gelegen hatte und von einem Moment auf den anderen plötzlich erwachsen geworden war. Die zerdrückten Blümchen am Boden. Eine Defloration wäre das jetzt allemal gewesen, nur ein bisschen schmerzhaft aber sonst ganz schön, sagte Gabi, und dass man jetzt eine rauchen sollte, wie in den Filmen. Schnell eine zerdrückte Blume eingesteckt, lachend zurück zu Karin, deren Haus an den Wald angrenzte, in einer halben Stunde kämen die neuen Videocharts.

In fremder Sache III – Lesung, the next

Kellergeister – Special: Beste Erste – starke Debüts präsentiert von Fridolin Schley

Thomas Klupp liest “Paradiso” (Berlin Verlag)
Christian Zehnder liest “Gustavs Traum”(Amman)

20.3., 20 Uhr Lyrik Kabinett
Amalienstr. 83a (U3/6 Universität)
Eintritt: 7/4 Euro

Ein Höllentrip on the road zurück in die Vergangenheit und ein poetisches Gegenwartsmärchen, das Handke zum Staunen brauchte – So unterschiedlich gut, kann gute junge Literatur wirklich sein …

Paradiso: Es ist heiß. Glühend heiß. In der flirrenden Tankstellenluft wartet Alex Böhm auf einen gelben Kombi, der gleich an den Zapfsäulen halten und ihn nach München bringen soll. Von dort wird er am nächsten Morgen mit seiner Freundin Johanna nach Portugal fliegen. Das ist der Plan. Aber dann taucht Konrad auf, der “Loserkonrad” aus Schulzeiten, und diese Begegnung katapultiert Böhm auf das Minenfeld seiner Vergangenheit. Während er in atemlosen Monologen einen Zünder nach dem anderen schärft, findet er sich plötzlich am Rand der Autobahn wieder, auf sonnenverbrannten Rastplätzen und in den Kellergewölben bayerischer Provinz-Erotheken. Er begegnet bekehrten Lastwagenfahrern mit langen Messern, schwärmenden Hippiemädchen, Dostojewski-Jüngern und Jana-Hensel-traumatisierten Taxifahrern (Quelle: Berlin Verlag)

“Gustavs Traum”: »Ich will nicht Restaurator werden!« Das Erbe des Vaters anzutreten, in seine handwerklichen Fußstapfen zu steigen, dazu wollen sich weder Gustavs Finger recht fügen noch sein Geist. Ein hoch durchlässiges Wesen aus einer längst vergangenen Zeit scheint er zu sein, mit einer Strenge gegenüber einer schnelllebigen Welt und jener gewissen Empfindsamkeit, der allenfalls seine geliebte Frau Veronika nahe kommt. Eine sprachlos-schweigsame Verbindung hält sie beieinander. Dominik, ihrer beider Sohn, der, verstört über die mangelnde Lebenskraft seiner Eltern, doch auch unverkennbar ihr Nachkomme und Beschützer ist, muss sich auf seinen eigenen Weg machen, um zu merken, wie fremd auch ihm die Welt mit ihren zeitgenössischen jungen Menschen darin vorkommt. Eine feinsinnige Familiengeschichte, erzählt im anachronistischen Ton vertrauter Märchen und Legenden. Ein außerordentliches Debüt (Quelle: Amman).

Thomas Klupp wurde 1977 in Erlangen geboren. Im Berlin studierte er Theaterwissenschaften und Publizistik, im Anschluss daran Kreatives Schreiben und Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim. Heute ist er am dortigen Institut für deutsche Sprache und Literatur als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Er lebt in Berlin und Hildesheim. Er veröffentlichte Erzählungen in Zeitschriften und Anthologien, gab die Literaturzeitschrift BELLA triste heraus und arbeitet an einer Dissertation zu Poetiken zeitgenössischer Romane.

Christian Zehnder wurde 1983 in Bern geboren, wo er heute auch lebt. Studium der Slawistik und Philosophie in Fribourg und München. Zehnder ist Mitbegründer der Literaturzeitschirft art.21-zeitdruck und verfaßt Beiträge für verschiedene Zeitschriften.

Der Moderator, der vielfach preisgekrönte Münchner Autor Fridolin Schley (geboren 1976), hat bereits zwei Romane und einen Erzählungsband veröffentlicht. Zuletzt erhielt er den 2007 den Tukan-Preis für “Wildes schönes Tier”.

Veranstalterin: Eveline Petraschka in Kooperation mit dem Institut für Germanistik der LMU, und mit dem “In München” und Radio M94,5 als Medienpartner, unter Mitarbeit von Markus Michalek

In fremder Sache II – Chanson Klezmer

Was passiert, wenn bayerische Volksmusik aus einer Tuba kommend auf Pariser Jazz trifft, ist bald im Raum München zu hören.

Da ich selten so witzige Mails bekomme, die noch dazu rein orthographisch und dialektal schon ein Lesegenuss sind…

habidere liabe leid
oiso i bi ja oiwei no bei de franzosen, kim aba glicklicherweis   naxde woch ins boarnlandl mid meina Chanson-Klezmer Band La Gargote.  mia machan a boor konzerte im Raum Roasnhoam-Minga, daad mi gfrein wenns vorbeischaugz.

Je vous embrasse
Lenzé

22 mars 2009, 21:30 – BAR BAAL
Gaststaette Baal Kreittmayrstr 26
21 mars 2009, 21:00 – DIE SCHRANNE
Juergen Haeuselmann Marienplatz 2
WASSERBURG, Bayern 83512
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20 Maerz RACLETTERIE
Petra Labus Hochstrasser See 2
ROHRDORF, Bayern 83101

Coût :8€
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18 mars 2009, 20:00  BEIM HUBBI
Hubert Schlemer Ledererberg 5
BAD ENDORF (HEMHOF), Bayern 83093

17 mars 2009, 20:00 – Ballhaus Rosenheim
Weinstr 12
Rosenheim, 83022

Coût :14

sted ois aufn myspace

www.myspace.com/lagargote